Schulklassen waren schon auf unserem Flugplatz, Studenten- und sogar Firmengruppen. Aber einen Besuch einer Rasselbande von sechs- bis zehnjährige Mädchen und Buben, das gab es noch nie. Bis zum 24. April. Da kam der Kinderhort Neunkirchen am Brand auf den Hetzleser Berg, angeführt von den Erzieherinnen Sabrina Kille und Dobrina Mann. „Es war so eine Idee“, sagten sie unisono, das Angebot sei nicht allzu groß, „und die Kinder machen, was wir sagen“. Diesmal stieß die Idee ganz offenkundig auf besonders große Begeisterung. So mancher erfahrene Pilot ließ sich anstecken und entfaltete angesichts der leuchtenden Kinderaugen  ganz ungeahnte pädagogische und  didaktische Fähigkeiten.

Fertig zum Einsteigen: Georg Frese erklärt Instrumente und Bedienungselement

    Es war ja auch für die „Alten“ eine ganz neue Herausforderung, komplizierte flugtechnische Zusammenhänge so zu erklären, dass die Jüngsten mitkamen und die Ältesten sich nicht langweilten. Das gelang hervorragend. Die fünf Mädchen und neun Buben durften unter sachkundiger Begleitung den ganzen Flugplatz erkunden. Sie schauten sich die vielen Flugzeuge an, durften ins Cockpit klettern und ausprobieren, was passiert, wenn sie die Pedale traten und am Steuerknüppel herumrührten. Sie erklommen den Turm, der allerdings mangels Flugbetrieb verwaist war. Weil Mitfliegen nicht möglich war, spielten sie auf der Piste  mit viel Fantasie Start, Platzrunde und Landung.

Kartenstudium vor der Turmbesteigung: Thomas Hanika als geduldiger Lehrer

Unbestrittener  Höhepunkt war, dass sie zum Abschluss Balsamodelle basteln durften, die wieder Helmut Seissler von der Modellfluggruppe vorbereitet hatte. Auch hier legten Ältere Hand mit an, damit flugfähige Gleiter daraus wurden – wie flugfähig, das durften die Kinder gleich ergiebig ausprobieren. Dann ging es für sie wieder zurück nach Neunkirchen, um viele Erlebnisse und Eindrücke reicher.

Mit Feuereifer beim Flugzeugbasteln: Chris Bungeroth legt mit Hand an

Herbert Fuehr

Fotos: Sabrina Kille

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