Noch bevor Felix Schwab in den LIMA-Lehrgang auf „seinem“ Hetzleser Berg einstieg, nutzten er und Vereinskamerad und Simon Sendler eine günstige Wetterlage für einen 500-km-Flug (siehe Bericht „Mein erster 500-er…“). Das gab ihm im wahrsten Wortsinn zusätzlichen Auftrieb für die Lehrgangswoche vom 19. bis 25. Mai. Ein dicht gepacktes Programm, bei dem „Theorie und Praxis gut gemischt waren“ erzählt Felix, und vor allem: „Wir hatten viele lehrreiche Flüge und wir haben alle gut harmoniert, trotz des großen Altersunterschieds“ – immerhin lagen zwischen dem jüngsten der sieben Teilnehmer (Felix mit 17) und dem ältesten zehn Jahre. Eines noch hebt er hervor: „Es war super, dass Christine (Gutknecht) immer für uns alle gekocht hat“. Die Jungs halfen ihr dabei.

Discus 2cT vorm Aufsetzen

Discus 2cT vorm Aufsetzen

 

Zu Beginn sollte sich jeder Teilnehmer ein Ziel setzen, schildert Felix, zum Beispiel einen 300-oder 400-km-Flug. Das wurde notiert und und abgehakt und bei der „Manöverkritik“ mit der tatsächlichen Leistung verglichen. Morgens ging es erst einmal mit der Team-Bildung los. Jeder der vier Trainer des Luftsportverbands Bayern (LVB) hatte ein Team zu betreuen . Dann wurden die Aufgaben verteilt und es ging im Teamflug los, in Einsitzern. Felix hatte eine ls4, und eine der Aufgaben lautete, nach Suhl und Rehau und zurück zu fliegen.

LS4 Cockpit

Ls4 Cockpit

„Na ja, eine Außenlandung habe ich auch hingelegt“, erzählt er weiter, „nämlich auf Burg Feuerstein, aber das war bei einem anderen Flug“. Ein Trainer und ein weitere Lehrgangteilnehmer waren dabei, sie flogen zum Hetzleser Berg weiter. Felix selbst startete dann erneut und folgte ihnen nach. „Das kam dann natürlich auch in der Manöverkritik zur Sprache“. Doch Außenlandungen sind ein Teil des LIMA-Ausbildungsprogramms, wie auch die Theorie, wo es unter anderem um das Verfeinern des Teamflugs, die Taktik bei verschiedenen Wetterlagen ging oder um Regelkunde für Wettbewerbe. Leider wurde gegen Ende der Woche das Wetter schlechter, und so konnte nicht das ganze fliegerische Programm durchgezogen werden.

Warten auf die Thermik

Warten auf die Thermik

Felix ist dennoch insgesamt sehr zufrieden, auch mit seinen persönlichen Leistungen: „LIMA hat mit viel gebracht“ Seine Teilnahme – jeder Pilot darf nur einmal dabei sein – hat seinen Ehrgeiz noch weiter angestachelt. Und immerhin ist das Abschneiden bei diesem Wettbewerb mit entscheidend dafür, ob ein junger Pilot in den D-Kader des LVB aufgenommen wird, die Riege der 20 leistungsstärksten bayerischen Nachwuchsflieger. Vereinskamerad Simon Sendler hat das von zwei Jahren geschafft. Und heuer gehörte er zum LVB-Trainerteam.

Herbert Fuehr

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