Der Bereich der RC-Helikopter galt lange Zeit als die Königsklasse der Modellfliegerei. Vor 20 Jahren wurden im wesentlichen Wettbewerbe im Schweben veranstaltet und ein guter Pilot war jemand, der einen Hubschrauber für 20 Sekunden in der Luft halten konnte. Nicht zu vergessen auch die hohen Einstiegs- und Unterhaltskosten: ein sinnvoll ausgestatteter Hubschrauber kostete mit allem Zubehör mehrere tausend Mark und die unvermeidlichen Crashs rissen ein nicht unerhebliches Loch in die Hobbykasse.

 

Dies hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Die Hubschrauber wurden erschwinglich, die Elektronik hat sich wesentlich verbessert. Kamen früher z.B. noch mechanische Kreisel zum Einsatz so verwendet man heute moderne, elektronische Kreisel, die wesentlich leichter zu handhaben sind. Durch moderne PCs und Sender ist inzwischen jeder in der Lage, am Simulator die grundlegenden Reflexe und Fähigkeiten zum Fliegen eines Modellhubschraubers zu trainieren.

Diese Fortschritte spiegeln sich auch in der Wettbewerbsszene wieder: die Hubschrauber werden um alle Achsen gedreht und geschleudert. Auch an der FVE gingen diese Entwicklungen im Bereich der Modellhubschrauber nicht spurlos vorüber: die Zahl der Helipiloten hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Es wird alles an Hubschraubern geflogen was abhebt, vom Trainingshubschrauber für die Halle mit 200 g bis zum  Turbinenhubschrauber mit 14 kg Abfluggewicht.

Und obwohl sich nur wenige Frauen mit dem Hobby Modellfliegen anfreunden können, freut sich die FVE auch über eine Helipilotin.

Von Heiko Weber und Florian Klämpfl