Erst im Januar, also zum Ende der alljährlichen Werkstattsaison, entschieden wir uns dazu, die Instrumentierung unserer Ls4b (D-2029) zu modernisieren. Um das Segelflugzeug bis zum Beginn der Saison wieder fertig einsatzbereit zu haben, war also viel Arbeitseinsatz gefragt.

Vor dem Umbau.

Neben neuen analogen Instrumenten (kleinerer Höhenmesser und Fahrtmesser der Firma Winter) beschlossen wir auch, ein OpenVario von http://www.stefly.aero/ einzubauen. Hierbei handelt es sich um einen Navigationsrechner, ähnlich der bekannteren LX – Baureihe. Über ein Linux-Betriebssystem führt dieses Open Source Projekt von Stefan Langer XCSoar aus. Auch die Software ist ein Open Source Projekt und kann somit von Interessierten weiterentwickelt werden.

Einige Merkmale der kostengünstigen LX – Alternative:

  • Sehr heller Bildschirm (auch bei direkter Sonneneinstrahlung)
  • Farbige „Moving Map“
  • Luftraumstrukturen und -Warnungen
    sind dank des großen Bildschirms sehr übersichtlich
  • Flugplätze mit Frequenzen leicht ausfindig zu machen
  • In-Flight Analysen (Besonders für den Einsatz auf Wettbewerben interessant)

Neben dem 5,7 Zoll Display, für das wir uns in der Ls4 entschieden haben, bietet Stefly das OpenVario auch in der größeren 7 Zoll Version an, welches letztes Jahr bereits in einem DuoDiscus des Vereins verbaut wurde.

Der erste Arbeitsschritt bestand darin, die alten Instrumente herauszuschrauben und wichtige Anschlussstellen zu kennzeichnen. Dies sollte den späteren Zusammenbau erleichtern. Aufgrund der abweichenden Abmessungen der neuen Instrumente war es nötig, das alte Instrumentenbrett anzuschleifen. Es folgte das Laminieren mehrerer GFK-Schichten, wodurch ein geschlossener Rohling des Panels entstand. Mittels CNC-Fräsverfahren wurden anschließend die neuen Aussparungen herausgetrennt.

Feinheiten mussten in mühsamer Handarbeit nachgefeilt werden. Im nächsten Schritt bohrten wir Löcher für die Sicherungen, Schalter und den USB-Anschluss. Erst dann konnten die Instrumente probeweise eingebaut werden ehe das Lackieren und die finale Endmontage folgten.

Endmontage

Durch den großen Einsatz und die Mithilfe von Thomas, Paul und Klaus-Peter konnte das Instrumentenbrett am 11. April fertiggestellt werden.
Schlussendlich erfolgte am 12. April der erste Testflug auf dem Flugplatz Hetzleser Berg.

Erster Systemcheck am 12. April 2019

Bericht: Felix Schwab
Fotos: Felix Schwab

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