Kurz vor Schulschluss sind 18 Schülerinnen und zwei Schüler in die Luft gegangen: Die Pennäler des Forchheimer Herder-Gymnasiums kamen auf Einladung des Flugsportvereins Erlangen-Nürnberg (FEN) auf dessen Fluggelände auf den Hetzleser Berg im oberfränklischen Landkreis Forchheim. Zusammen mit zwei Lehrerinnen und einem Lehrer hatten sie sich für ihren Projekkttag diesen leckerbissen ausgesucht: sie ließen sich in Theorie und Praxis des Segelfliegens einweisen.

Vor allem der praktische Teil, ein Windenstart mit den erfahrenen FEN-Fluglehrern Klaus-Peter Voigt und Robert („Rabbi“) Wolfrum fand großen Anklang. Einigen mag vielleicht zuvor etwas mulmig zumute gewesen sein, als sie sahen, wie die Seilwinde ein Flugzeug binnen Sekunden auf über 100 km/h beschleunigt und auf eine Höhe von knapp 300 bringt. Zwischen vier und 18 Minuten waren die Schülerinnen und Schüler in der Luft, und alle Teilnehmer äußerten sich nach der Landung begeistert. Der (die) eine oder andere wird vielleicht zu einem Schnupperkurs auf den Hetzles zurück kommen.

Die FEN-Piloten ließen sich auch sonst viel einfallen, um den Gymnasiasten der Jahrgangsstufen acht bis zehn das Fliegen näher bringen: Zum Programm des Projekttages gehörten eine Einführung in die Geschichte des Fliegens und in Aerodynamik, das Kennenlernen der Instrumente und der Sicherheitseinrichtungen, das Verhalten auf dem Flugplatz sowie Videos vor allem des FEN-Nachwuchses („Luftlümmelz“) über faszinierende Flüge. Außerdem bastelten alle unter fachkundiger Anleitung Balsa-Segelflugmodelle und ließen sie vom Tower starten. Die Schülerin, deren Flieger am längsten in der Luft blieb (es waren 16 Sekunden), gewann einen Segelflug mit F-Schlepp. Am Steuer saß Scheinpilot Simon Sendler, der das Schülerfliegen angeregt und organisiert hatte. Er ist selbst noch Schüler des Forchheimer Gymnasiums.

Für das Gruppenfoto zum Abschluss ließen die Schülerinnen und Schüler noch einmal ihre selbst gebastelten Modellflugzeuge fliegen.

Text und Foto: Herbert Fuehr

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